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Aus der Chronik "Rückblick" 1881 - 2006, 125 Jahre Vereinsgeschichte

Heimatverein von 1957 bis 2006  

Der erste Schützenkönig des Heimatvereins wurde am 28. Juli 1957 in der Gaststätte des Vereinswirtes Wilhelm Stammen ermittelt. Den ersten Schuss bei offenem Fenster auf eine draußen im Hof platzierte Schießscheibe gab der letzte Reitersieger des Reitervereins, Peter Zillikens, ab. Nach 90 Minuten stand Josef Pesch (Schmeds Jupp) „Schwarze Husaren“ mit 32 von 36 möglichen Ringen als Sieger fest und wurde vom 1. Vorsitzenden Hermann Caspers als Josef  I. proklamiert. An diesem Abend wurde im Vereinslokal noch lange gebührend gefeiert.

  

1957

Heinrich Caspers – Peter Zillikens – Josef Pesch

 

Zum ersten Heimatfest war Rosellen festlich geschmückt und das Fest wurde ein voller Erfolg. Angefangen von den Senioren bis zu den kleinsten Aktiven, den Tellschützen, waren alle beim Festumzug am Sonntag trotz strömenden Regens mit Begeisterung dabei. Die Parade wurde auf der Gierer Straße in Höhe des Vereinslokals von Wilhelm Stammen und dem Kringshof (heute Hof von Hubert Schoenen) abgehalten. Erst seit dem 100jährigen Bestehen findet die Parade auf der Rosellener Kirchstraße vor dem Hof von Karl-Josef Schoenen statt.

Die neu geschriebene Satzung bestimmte die Festzugteilnahme aller Mitglieder bis zum Alter von 60 Jahren, ältere Mitglieder konnten auf Wunsch teilnehmen. Die Jubilare unter diesen Senioren sollten ihr Gold- oder Silbersträußchen anstecken.  

                                                                                                                                                                       

Senioren 1957

v.l.: Johann Krieger – Jakob Pesch – Jakob Schoenen

  

Senioren 1957

Heinrich Pesch

v.l.: Johann Holz – Wilhelm Stammen (Vereinswirt) Peter Schillings – Anton Schotten

Neben den Senioren nahmen acht uniformierte Zugeinheiten mit insgesamt 57 Aktiven teil: Tellschützen (9), Wallensteiner (8), Hubertusschützen (8), Scheibenschützen (5), Rote Husaren (4), Blaue Husaren (7), Schwarze Husaren (10), Grüne Husaren (6).  Auf der Generalversammlung am 31. August 1957 wurde einstimmig von 55 anwesenden Mitgliedern beschlossen, dass die Schützenkönigin nur am Dienstagabend des Krönungstages am Festumzug teilnimmt. Da laut Satzung der Schützenkönig das Königssilber erst ab seiner Krönung am Dienstagabend des Heimatfestes tragen durfte, trug Peter Zillikens als letzter Reitersieger während des ersten Heimatfestes die Königskette. Somit trat der erste Schützenkönig des Heimatvereins, S.M. Josef I., erst während der Festtage 1958 mit der Königskette an.

 

                                             

 1957

v.l.: Franz Pascher Amtsbürgermeister Norf – Hermann Caspers Peter Zillikens – verdeckt Wilhelm Effertz Amtsdirektor Norf´, Jakob Rosellen – Theodor Klein

  

                                      1958                                      

 v.l. 1. Reihe: Hermann Caspers – S.M. Josef I, Theodor Klein 

Am 28. September 1957 fand die erste Vollversammlung nach dem Heimatfest statt. Bevor die einzelnen Tagesordnungspunkte zur Sprache kamen, spendierte der Verein jedem anwesenden Mitglied 5 Glas Bier als Dank für den schönen Verlauf des Festes. Das war das Werk der eng befreundeten Hermann Caspers und Theodor Klein, denn spätestens jetzt werden sich beide gesagt haben, dass der Wandel des Vereins nicht besser hätte vonstatten gehen können.

  

Auszug aus dem Kassenbuch 1956-1957

vom 28. September 1957

 

Auf Anregung des 1. Vorsitzenden Hermann Caspers im September 1957, die Termine der Vollversammlungen müssten rechtzeitiger im Ort bekannt gegeben werden, bot sich Jakob Pesch an. Er erwartete als Gegenleistung vom Verein fünf Schnäpse. Offensichtlich kam es zu keiner nennenswerten Verbesserung, denn schon im nächsten Jahr erklärte sich Hubert Lambertz bereit, unentgeltlich mit einer Schelle durch den Ort zu gehen, um die Zusammenkünfte bekannt zu machen.

 Hermann Caspers (de Franzos) war von Beruf Schmiedemeister, ging etwas nach vorne gebeugt, was sich aber schlagartig während der Festtage änderte. Wenn er freudigen Schrittes und kerzengerade zum Festzelt ging, war er einige Zentimeter größer geworden. Von 1930 bis 1938, somit bis zum letzten Reiterfest vor Kriegsausbruch, war Hermann Caspers Schriftführer des Reitervereins. Ihm verdankt der Verein präzise und ausführliche Aufzeich-nungen über diesen Zeitraum. 1951 wurde Hermann Caspers zum 1. Vorsit-zenden gewählt und blieb in diesem Amt bis 1959. Hermann Caspers hatte entscheidenden Anteil an dem Wandel vom Reiter- zum Heimatverein, an dessen Namensbildung er auch beteiligt war. Ab 1960 blieb er weiter bis 1976 als 2. Vorsitzender im Vorstand des Vereins tätig. 1979 feierte ihn der Heimatverein ganz besonders für seine 65jährige Mitgliedschaft im Verein, dessen Ehrenvorsitzender er inzwischen war. 

  

1961

Hermann Caspers (1898-1981)

 

Theodor Klein (Busche Döres) war Landwirt und in den Jahren 1920-1938 und 1948-1950 Vorreiter und von 1930-1938 Kassierer im Reiterverein. Auch er war am Wandel vom Reiter- zum Heimatverein und an dessen Namensbildung maßgeblich beteiligt. Theodor Klein war von 1957 bis 1959 2. Vorsitzender, ab 1960 bis 1968 1. Vorsitzender des Heimatvereins. 1963 feierte ihn Rosellen als Schützenkönig. 1968 wurde er unter dem dankbaren Beifall aller Vereinsmitglieder zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Theodor Klein war ein weit über die Grenzen von Rosellen hinaus beliebtes und bekanntes Vereinsmitglied und nahm neben seinem Engagement für den Verein folgende Ämter wahr :

 -    Gründungsmitglied vom „Sportverein 1930 Rosellen e.V. “ am 27. April

     1930 und 1. Vorsitzender bis zum Jahre 1966 

-    Gemeindevertreter von Rosellen, von der britischen Militärregierung am

      28. Februar 1946 ernannt und im Oktober 1946 bei der 1. freien Kommunalwahl gewählt

-     Bürgermeister der Gemeinde Rosellen vom 25. November 1952 bis 24. November 1969

-      Ratsvertreter im Amt Norf vom 28. November 1952 bis 7. Oktober 1969

 

 

1964

Theodor Klein (1901-1976)

 

 Im ersten Jahr des Heimatvereins marschierten die Zugeinheiten ohne Oberst und Adjutant. 1958 wurde Alex Krieger (Paulse Menn) zum Oberst gewählt und ernannte seinen Zugkameraden Franz Pohl zum Adjutanten. Bei dieser Regimentsführung blieb es bis 1971.

                                                                                                                                    

1962

v.l.: Franz Pohl – Alex Krieger  

Während der Festumzüge 1957 und 1958 wurde die Reiterstandarte aus dem Jahre 1949 mitgeführt, denn erst im Jahre 1959 schaffte der Heimatverein eine neue Vereinsfahne an.  

 

1958

v.l. 1. Reihe: Friedel Feld – Wilfried Riepe – Josef Schmitz Jakob Gehlen – Heinz-Josef Leven – Wilhelm Moitzheim Tellschützen

v.l. 2. Reihe: Theodor Klein – S.M. Josef I. 1957-1958 Heinrich Caspers (Schützenkönig 1958-1959) Hermann Caspers 

v.l. 3. Reihe: Georg Bednartz – Willi Stammen – Hermann Schmitz Heinrich Kruchem – Theodor Gehlen – Peter Gehlen Gerhard Rosellen Scheibenschützen

 

Als der Heimatverein im Jahre 1958 einen geeigneten Schießplatz für das Königsvogelschießen suchte, bot der Vereinswirt Wilhelm Stammen seinen Hof hinter der Gaststätte an. Dieses Angebot wurde dankend angenommen und man stellte dort eine Vogelstange auf. Diese Anlage ohne Kugelfang diente bis 1963, geschossen wurde mit einem Luftgewehr. Es war Heinrich Caspers, der hier 1958 als erster den Königsvogel abschoss.

 

 

um 1960: Albert Klein am Schießstand

 

 

1961: im Innenhof des Vereinslokals

v.l. Helmut Frank, Kapellmeister „Frohsinn Norf“ – Alex Krieger - Franz Pohl Schützenkönig 1961-1962 – Peter Geißler – Hermann Caspers Karl-Josef Schoenen – Peter Gehlen – Peter Schillings  - Hubert Lambertz Lothar Polkehn –Theodor Klein

 

Wie zu Zeiten des Reitervereins wurde auch jetzt die Spargeldsammlung durchgeführt. Spargeldkassierer war bis 1965 Josef Feld, ihn löste Peter Oberzier ab. Die Entlohnung war DM 3 von jedem Mitglied sowie die gesamten Zinsen des Spargeldes. Es sammelten dann noch Willi Riepe und seine Ehefrau Gertrud, bis Gottfried Hilkens ab 1979 bis 1985 letzter Spargeldsammler war.

  

1974: Gertrud Riepe (1921-1978)

 

Alteingesessene Rosellener werden sich gerne an Gertrud Riepe erinnern, ein Rosellener Original und eine Stimmungskanone. Sie sorgte zu vielen Anlässen, besonders am Schützenfestmontag im Festzelt, für Stimmung. Diese erreichte ihren Höhepunkt, wenn sie das Lied „Bubi, Bubi, noch einmal“, anstimmte. 

 

1. Strophe    Als wir noch kleine Kinder waren, da war es für uns ein Vergnügen,

                        draußen auf der Gartenschaukel durch die Luft zu fliegen.

                        Bubi, der da drinnen saß, die Beine in die Höh,

                        Gretchen, die da drunter stand, sang leis die Melodie.

                        Bubi, Bubi, noch einmal, es war so wunderschön,

                        Bubi, Bubi, noch einmal, es kann noch nichts geschehn.

 

2. Strophe    Als wir dann etwas älter waren und gingen aus dem Haus,

                        nachts beim hellen Mondenschein in den Wald hinaus.

                        Auf einer Bank mit Moos bedeckt, da gab es so manchen Kuss,

                             und später beim nach Hause gehen, sang Gretchen dann zum Schluss.

                        Bubi, Bubi, noch einmal, es war so wunderschön,

                        Bubi, Bubi, noch einmal, es darf noch nichts geschehn.

 

3. Strophe   Und nun sind wir ein glücklich Paar, 2 Jahre sind es schon her,

                        mir ist’s, als ob ich jeden Tag wie neu geboren wär.

                        Des abends, wenn ich schlafen geh, des morgens früh aufsteh,

                        sagt Gretchen, meine Frau zu mir, ach Bubi wie war es schön.

                        Bubi, Bubi, noch einmal, es war so wunderschön,

                        Bubi, Bubi, noch einmal, jetzt darf aber was geschehn.

 

4. Strophe    Und nun sind wir schon siebzig Jahr und alles ist vorbei,

                        ich bin nun schon ein alter Mann und Gretchen ein altes Weib.

                        Und mit der schönen Jugendzeit, da gibt’s kein Wiedersehn,

                        sagt Gretchen, meine Frau zu mir: Ach könnt es noch einmal gehn.

                             Bubi, Bubi, noch einmal, es war so wunderschön,

                        Bubi, Bubi, noch einmal, ach könnt es noch einmal gehn.

 

 

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