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Tambourcorps „Blüh auf“ von 1936 bis 1978

 

Zum Rosellener Heimatfest vor 31 Jahren trat das Tambourcorps zum letzten Male öffentlich auf. Wer diese Spielleute noch erlebt hat, wird sich sagen, wie schnell doch die Zeit vergeht.

Als 1936 das Tambourcorps in Rosellen von Franz Moitzheim, Hubert Longerich, Peter Bongartz, Hermann Pesch, Peter Stammen, Erhard Krieger, Heinrich Ludwig, Josef Kronenberg und Johann Mostert als Tambourmajor gegründet wurde, hat wohl niemand sich vorstellen können, welchen Bekanntheitsgrad dieses Corps einmal erlangen würde.

 

                                                                                                      um 1936                        

                     v.links sitzend: Hermann Pesch – Heinrich Pesch – Heinrich Ludwig

v.links stehend: Johann Mostert – Hubert Longerich – Franz Moitzheim – Erhard Krieger

         Peter Bongartz – Peter Stammen – Josef Kronenberg – Hermann Krücken

             Wilhelm Krieger – Josef Kindgen

  

Die meisten Spielleute waren auch passive Mitglieder im Reiter- und späteren Heimatverein Rosellen.

Aus kleinen Anfängen hatte Johann Mostert unter straffer Führung eine engverbundene Gemeinschaft geschaffen, die mit steigender Leistung überall Anklang und Beifall fand.

 

 

 

 

Der 2. Weltkrieg unterbrach alle Auftritte und hinterließ für das Tambourcorps schreckliche Spuren, denn von den neun Gründungsmitgliedern kamen sechs aus dem Krieg nicht zurück.
Als sich nach den Kriegswirren das Corps erneut zusammenfand, stellte es sich uneigennützig bei allen lokalen Anlässen, wie Trauerfeiern, Goldhochzeiten, zum Fest St. Martin und zu Jubiläen zur Verfügung. Das Corps machte seinem Namen alle Ehre und schon bald erfreute es die Bevölkerung auf den Schützenfesten in Rosellerheide und in Hülchrath, der Kirmes in Elvekum und in Schlicherum sowie dem Heimatfest in Rosellen mit seinen zackigen Märschen und frohen Weisen. 
 

Jährlich wurde ein Königsschießen und im Anschluss daran ein Kameradschaftsabend veranstaltet. Bis 1958, als das Corps bereits 15 Spielleute zählte, sind als Tambourkönige Johann Mostert, Willi Esser, Josef Kronenberg, Heinrich Moitzheim, Willi und Herbert Offer sowie Peter Geißler bekannt. Im Jahr 1964 war Peter Rosche und 1965 erneut Josef Kronenberg Tambourkönig, der traditionsgemäß zum Rosellener Heimatfest am Sonntagmorgen im Festzelt vom Tambourmajor gekrönt wurde.

Das Tambourcorps hatte zwischen 1936 und 1964 mit Josef  Kindgen, Heinrich Stammen und Josef Feld drei Vorsitzende. Heinrich Moitzheim war von 1965 bis 1978 Vorsitzender des Tambourcorps.

Am 5. und 6. August 1961 feierte das Corps unter der Schirmherrschaft von Josef Brüggen sein Silberjubiläum und mit ihm feierte ganz Rosellen. Die Ausschmückung der Straßen aus Anlass des Jubelfestes und die starke Beteiligung bei den festlichen Veranstaltungen waren Ausdruck des Dankes und Anerkennung für das beliebte Tambourcorps „Blüh auf“. Es war beeindruckend, als am Samstagnachmittag das Jubelcorps das Lied „Freut Euch des Lebens“ anstimmte und durch Rosellen zog. Es folgten die geladenen Gäste, u.a. alle Ortsvereine, etwa 50 Geschäftsleute sowie Personen aus der Kommunalpolitik. Am Samstagabend wurden im Festzelt die Spielleute Johann Mostert und Josef Kronenberg für ihre 25jährige Mitgliedschaft von Josef Brüggen geehrt. Um die Vereinskasse aufzufüllen, hatte Walther Segschneider ein Nagelbrett mit einem Trommelwappen angefertigt. Die verkauften Nägel brachten einen schönen Batzen Geld ein. Nach dem Hochamt am Sonntagmorgen hielt Josef Brüggen die Gefallenenehrung. Es war mehr als bewegend, als dann während der Kranzniederlegung Heinrich Moitzheim als Trommler und Josef Kronenberg als Hornist zum großen Zapfenstreich das Solo spielten. Auch die Musikkapelle „Frohsinn“ aus Norf war anwesend. Nachmittags fand erneut ein Umzug durch Rosellen statt, wozu das Tambourcorps „Blüh auf“ Rosellen die Tambourcorps aus Rosellerheide, Neukirchen, Novesia Neuss, Norf, Hoisten, Weckhoven und Stürzelberg eingeladen hatte.

Walther Segschneider hatte ferner in Gedenken an die sechs im 2. Weltkrieg gefallenen Gründungsmitglieder Heinrich Ludwig, Hermann Pesch, Peter Stammen, Franz Moitzheim, Peter Bongartz und Hubert Longerich eine Gedenktafel angefertigt. Auf ihr wurden darüber hinaus noch zwei weitere Spielleute abgebildet: Hans Krieger als ein weiteres Kriegsopfer und Fritz Moitzheim, der 1953 bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam.

 

 

Die Mitgliederversammlungen und Proben fanden immer im Vereinslokal des Tambourcorps bei Wilhelm Stammen, später Paul Lindenblatt, statt. Zu Paul Lindenblatt, der jedes Jahr am 29. Juni seinen Namens-, Geburts- und Hochzeitstag feierte, bestand ein sehr herzliches Verhältnis. Es war Tradition, dass sich die Corpsmitglieder in den ersten Julitagen zu einer Mitgliederversammlung im Vereinslokal trafen. Der Abend begann dann mit einem gemeinsamen Abendessen, wozu Paul Lindenblatt die Spielleute einlud und ferner reichlich Bier spendierte.

Schon bald nach dem Jubiläum gab Johann Mostert aus gesundheitlichen Gründen sein Amt auf, Josef Feld (Karle Jupp) wurde neuer Tambourmajor und Johann Mostert war fortan Ehrentambourmajor.

 

Josef Feld verstand es mit Geschick und starker Hand, das Corps zusammen zu halten und sogar gemeinsam mit anderen Spielleuten Jugendliche für das Tambourcorps zu begeistern. 1965, das Corps bestand weiterhin aus etwa 15 Spielleuten und zählte ferner 70 passive Mitglieder, wurde bereits mit vielen Schülern unter Anleitung von Josef Feld, Franz Strauch und Josef Kronenberg geprobt. Hinter diesen Aktivitäten der Nachwuchsförderung stand natürlich auch Heinrich Moitzheim als Vorsitzender.

Die Schüler, die mit Begeisterung probten, waren Norbert Giesen, die Brüder Herbert, Reinhold und Karl-Heinz Klinder, Heinz Ohmen, Jost Völker, Hans-Josef Engelskirchen, Heinz-Josef Ernst, Hans-Peter Kronenberg, Heiner Lindenblatt, Heribert Nowak, Norbert Klaepsch, Konrad Krücken, Peter Offermann, Karl-Heinz Balzer, Hans-Dieter Krieger, Willi Dreisfausener und Udo Bohr. Man trat gemeinsam auf, so 1969 mit 30 Spielleuten zum Schützenfest in Rosellerheide, oder auch allein als Jungtambourcorps mit Franz Strauch als Tambourmajor.

 

  

Die jungen Musiker wurden von zwei Rosellener Bürgern tatkräftig unterstützt, denn Katharina Völker nähte jedem Nachwuchsmusiker eine schwarze Uniform und Werner Klinder sen. stiftete alle Querflöten und zwei Lyren.

1974 musste sich das Corps nach Schließung des Vereinslokals in Rosellen nach einer neuen Lokalität für Versammlungen und Proben umsehen, die man in Schlicherum in der Gaststätte „Zum Hugo“ fand. Da einige der Spielleute keine Möglichkeit mehr sahen, sich an den Festtagen in Schlicherum, Elvekum und Rosellen frei zu nehmen, konnte der Spielbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden.

Der letzte Auftritt im Jahre 1975 war mit den Spielleuten Josef und Friedel Feld, Willi Esser, Heinrich Moitzheim, Willi Offer, Josef Kronenberg, Franz Strauch, Karl-Heinz Riepe, Josef van Heese, Peter Offermann, die Brüder Peter-Josef und Konrad Krücken, Heribert Nowak und Peter Rosche. In den nächsten Jahren trat das Corps nur noch vereinzelt zu familiären Feierlichkeiten auf und diese 14 Musiker lösten das Corps im August 1978 auf.

 

 

Heimatverein Rosellen e.V.  | webmaster@heimatverein-rosellen.de